Babsy vom Waldsee

 
Klickt hier um mehr über die Eltern und Geschwister zu erfahren!
 
Babsy war ein ziemlich übergewichtiges Hundemädchen, dass von seinen Besitzern von vorne bis hinten verwöhnt wurde. Sie fraß sozusagen von goldenen Löffeln, machte sie ihre Schüssel mit frisch Gekochtem nicht leer kam Frauchen mit dem Löffel und half nach.
Vom Rad fahren hielt sie am Anfang nicht all zu viel und setzte ihren Hovawartdickschädel ein und blieb nach wenigen Metern stur stehen. Aber es half alles nicht's, sie musste mit. Und schon bald durfte Niemand mehr schneller fahren wie wir, dann schnappte sie auch schon mal nach den Nachbar-Radfahrer-Waden, da kannte sie nichts.
 
Und so begannen wir Beide im August 1977 den Versuch einer gemeinsamen Hundesportkarriere. Nun wurde der DDR-Hovawart an sich nicht gerade als Sporthund geboren - und Babsy hielt sich voll an diese Devise. Aber sie gab immer ihr Bestes.
 
       Das Fährten begriff sie, wie alle meine Hovi's, sehr
     schnell und obwohl wir damals kaum mit Futter
     arbeiteten machte es ihr viel Spaß.
     In der Unterordnung hatte sie schwer mit ihren
     überzähligen Pfunden zu kämpfen, aber einen
     Freisprung kriegte sie trotzdem ohne Probleme hin.
     Na ja, und dann der Schutzdienst. Sie biss zwar,
     aber ob es jemals für eine Prüfung gereicht hätte?
     Dafür beschützte sie mich tapfer wenn uns im
     Wald die Russen entgegen kamen.
 
1978 versuchten wir uns dann an unserer ersten ZTP, wir hatten ja fleißig trainiert und hofften das alles klappt. Und so fuhren wir im strömendem Regen nach Berlin. Schon damals hieß es, " ein Hovawart muss eine ZTP ohne Training schaffen".
 
     Und entsprechend barsch war die Reaktion des  
     Zuchtrichters, als ich für den Fährtenteil Babsy das
     Geschirr umlegen wollte. Sie fand die Fährte zu mir
     natürlich auch ohne Geschirr, leider klappte es dann
     bei der Verteidigung nicht ganz so gut, so dass
     Babsy zurückgestellt wurde.
     Auf der nächsten ZTP ging dann allerdings alles glatt,
     so dass nun ihrem ersten Wurf nichts mehr im Wege    
     stand.
 
Aber vorher wollten wir noch die Begleithundprüfung ablegen. Als ich morgens die Papiere abgab fiel dem Leistungsrichter, der übrigens Mitglied in unserem Verein war, ein, dass Babsy's Besitzer ja nicht Mitglied in der SDG (Sektion Dienst- und Gebrauchshunde) waren und das das eine Voraussetzung war damit ich mit ihr an der Prüfung teilnehmen durfte. Bis wir alle Ausnahmegenehmigungen zusammen hatten war sie allerdings hoch tragend, so dass wir nicht mehr starten konnten.
 
   
     Und so kam am 02.07.1979 ihr erster Wurf
     nach Asco vom Ünglinger Tor zur Welt.
     Da nur 6 Welpen bei der Mutter verbleiben
     durften, wuselten von nun an
     Alk, Alko, Andor, Arpad, Andra und Arlett
     durch die Wurfkiste.
 
          Und hier gibt es weitere Bilder.
 
 
Da ich inzwischen die Woche über im Internat lebte um alles rund um das Rindvieh zu lernen, hatte ich kaum noch Zeit mit Babsy zu trainieren. Aber sofern ich an den Wochenenden nach Hause kam, verbrachte ich meine Zeit immer noch mit ihr auf dem Hundeplatz.
 
   
     So war ich leider dieses mal nicht dabei,
     als am 13.06.1980 Babsy's zweiter Wurf
     nach Airun vom Wendenhaus zur Welt kam.
     Dieses mal bekamen die 6 verbliebenen Welpen
     die Namen Barry, Berko, Babsy, Bessie,
     Binga und Brenda.
 
     Und hier gibt es weitere Bilder.
 
 
Auch bei der Geburt des 3.Wurfes konnte ich leider nicht dabei sein, da ich mitten in den Abiturprüfungen steckte und die Wochenenden nicht mehr nach Hause kommen konnte.
 
   
     Und so kamen am 02.05.1982 nach
     Boris vom blauen Band Castor, Candra, Catja
     Cessy und Chila zur Welt.
 
     Und hier gibt es weiter Bilder und Info's.
 
 
 
 
 

Die folgenden Wochen und Monate verbrachte ich die Wochenenden, soweit mein Studium mir die dazu Zeit ließ, mit Babsy auf dem Hundeplatz, denn den Traum von einer Prüfung mit ihr hatte ich noch nicht aufgegeben.

 

Am 07.04.1983 ist Babsy, wenige Tage vor ihrem 4. Wurf , nach einem Sturz auf den Bauch auf dem Weg in die Tierklinik im Alter von 6 Jahren und 7 Monaten gestorben.

zurück